Zu Besuch bei der Fantissima-Spielzeit 2015/2016

Wie lautet die Devise? – „Alltagsstress vergessen, Neuheiten entdecken!“ – Wir haben dem Fantissima-Theater am 29. April mal wieder einen Besuch abgestattet und wollen euch unsere Eindrücke natürlich nicht vorenthalten.

Neuer Glanz in schwarz-weiß

Die erste Neuheit zeigte sich bereits vor der Show: Wie wir bereits im Vorfeld wussten, wurde das Fantissima-Theater in der vergangenen Sommerpause umgebaut. Zwar hatten wir schon ein paar Bilder gesehen, aber die Umgestaltungen vor Ort zu sehen ist natürlich immer etwas vollkommen anderes. Manuela Löffelhardt meinte, das ganze Theater habe ein komplett neues Flair bekommen, und diese Aussage kann man nur dick unterstreichen. Die freundliche und einladende Atmosphäre existiert nach wie vor, aber sie wirkt trotzdem anders. Trotz oder gerade wegen einer gewissen Schlichtheit besticht das neue Fantissima-Theater durch eine gewisse Eleganz, die optimal zur großen Dinnershow des Phantasialandes passt. Und auch die logistischen Probleme wurden gelöst: Bis zur Fantissima-Spielzeit 2014/2015 sorgten die als Bäume verkleideten Stützen dafür, dass manche Plätze nicht die optimale Sicht auf die Show boten. Die Stützen wurden umgestaltet und mit Bildern der Künstler verziert, sodass sie der Show nun wesentlich besser entsprechen. Und darüber hinaus bietet der Saal seinen Besuchern jetzt mehr Platz als vorher.

Das umgestaltete Fantissima-Theater unterstützt den Charakter der großen Dinnershow.

 

Behält stets den Überblick: Uwe Nerlich, Chef de Service bei Fantissima.

 

Der perfekte Gastgeber

Obwohl sich seine Zeit auf der Bühne auf wenige Sekunden beschränkt, ist er aus dem Team rund um Fantissima nicht mehr wegzudenken: Uwe Nerlich gehört seit fast zehn Jahren zum Ensemble der großen Dinnershow und kleidet die Position als Chef de Service optimal. Der ausgebildete Hotelfachmann fand seinen Weg ins Phantasialand eher zufällig: Im Vorbeifahren lenkte das Hotel Ling Bao seine Aufmerksamkeit auf sich. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass Uwe Nerlich zunächst für die beiden dort befindlichen Restaurants verantwortlich war. Seit dem Jahr 2007 ist er im Rahmen von Fantissima aktiv und unterhält die Gäste mit seiner lockeren und charmanten Art. Uwe Nerlich behält stets den Überblick und stellt in jedem Dialog unter Beweis, dass er der geborene Gastgeber ist.

Brian Barnes & Anastasija Zmaher

Der Livegesang wird auch in der aktuellen Spielzeit wieder von James Smith und Anastasija Zmaher übernommen. Allerdings haben auch Künstler mal einen freien Tag oder fallen aus. Und so kam es, dass der „Soulman“ diesmal nicht auf der Bühne stand und von Brian Barnes ersetzt wurde, der den Besuchern aus dem Silverado Theatre bekannt sein dürfte, wo er seit der Wintersaison 2012/2013 ebenfalls Livegesang zum Besten gibt. Es wäre ein Fehler, James Smith und Brian Barnes miteinander zu vergleichen, da beide Sänger individuell sind und der eine nicht versucht, den Stil vom jeweils anderen zu kopieren. Brian Barnes hat es letztendlich ebenso gut verstanden, das Publikum mitzureißen. Außerdem harmoniert auch er gut mit Anastasija Zmaher, die nun schon ihre dritte Fantissima-Spielzeit absolviert und der großen Dinnershow längst ihren eigenen Stempel verpasst hat. Es scheint kein Genre dieser Welt zu geben, dass Anastasija Zmaher nicht hinbekommt. Ob Balladen oder Rock-Hymnen, ob Madonna oder Michael Jackson – ohne den Livegesang wäre Fantissima nicht komplett. Er ist ein stetiger Begleiter und begeistert von Anfang an.

Sängerin aus Leidenschaft: Anastasija Zmaher

 

Hatte das Publikum schnell auf seiner Seite: Hand-Balance-Act Illia Gonscharov.

 

Illia Gonscharov

Nachdem Brian Barnes und Anastasija Zmaher das Fantissima-Theater schon mächtig angeheizt hatten, betrat Illia Gonscharov die Bühne. Zu Klängen von Hans Zimmer und effektvollen Hintergrundbildern führte der Hand-Balance-Act seine Kunst vor. Es ist immer wieder faszinierend, wie einfach selbst die schwierigsten akrobatischen Einlagen aussehen, wenn sie von den richtigen Personen durchgeführt werden. Illia Gonscharov gehört auf jeden Fall zu dieser Kategorie. Seine unbeschwerte Lockerheit sicherte ihm schon sehr früh die Sympathien des Publikums.

Duo Shalimar

Hinter dem Künstlernamen Duo Shalimar verstecken sich Habtamnesh Argaw Yesuf und Mekedes Andarge Kebede. Die beiden Kontorsionistinnen waren bereits in der vergangenen Spielzeit Bestandteil von Fantissima. Ein sehr großer Pluspunkt, dass man die beiden auch für die aktuelle Saison verpflichten konnte. Die hohe Beweglichkeit des Duos ist nahezu unglaublich und sorgt im Publikum immer wieder für offene Münder und große Augen. Der Name dieser akrobatischen Kunst leitet sich übrigens von dem lateinischen Wort „contortio“ ab, was „Drehung“ bzw. „Windung“ bedeutet.

Manche Bilder sagen mehr als 1.000 Worte…

 

Hand auf Hand: Midnight Story.

 

Midnight Story

Auch Alona Burlachenko und Oleksandr Chystyakov, die dem Publikum unter dem Künstlernamen Midnight Story bekannt sind und Hand-auf-Hand-Equilibristik betreiben, waren in Bezug auf Fantissima kein unbeschriebenes Blatt mehr: Die beiden Artisten traten bereits in der vergangenen Spielzeit auf. Und auch diesmal ernteten die beiden vollkommen zu Recht ihren wohlverdienten Applaus. Die Leichtigkeit, mit der Midnight Story zu Klängen von „Dirty Diana“ ihre Kunststücke vollführen, überträgt sich in Windeseile auf die Zuschauer.

Duo Pole

Beim Duo Pole, bestehend aus Iaroslava Slonova und Tetiana Stepaniuk, ist der Name Programm: Die beiden Künstlerinnen betreiben Pole-Akrobatik, auch Poledance genannt. Diese Tanz- und Sportform findet im Artistikbereich sehr viel Anwendung und wird auch in Zirkusbetrieben immer wieder eingesetzt. Die Ausrüstung ist bescheiden, der Platzbedarf gering – aber das Endergebnis dafür mehr als sehenswert. Das Duo hat einen sehr ansprechenden und professionellen Auftritt hingelegt. Zugegeben, die ausgewählten Hintergrundbilder, die auf der LED-Wall zu sehen waren, konnten in Verbindung mit der dargestellten Akrobatik ein wenig fies wirken, aber das zeigt nur, dass die Einblendungen mittlerweile ein Teil der Show sind und sie nicht nur unterstützen. Die Nummer war auf jeden Fall „von der Stange“ – allerdings dürfte klar sein, wie sich diese bekannte Redewendung hier äußert.

Wenig Platz, viel Leistung: Duo Pole.

 

Vereinen Action, Akrobatik und Balance: The Skating Nistorov.

 

The Skating Nistorov

Wenn man sich Künstler anschauen möchte, die es mit Leichtigkeit schaffen, Action, Leidenschaft, Akrobatik und Balance miteinander zu verbinden, dann ist man mit The Skating Nistorov auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Die drei Fantissima-Neulinge haben dem Publikum etwas vollkommen Neues präsentiert. Zu Klängen aus den Filmen „Matrix Reloaded“ und „The Scorpion King“ ging auf der Bühne so richtig die Post ab. Roby Nistorov, Eugenio Nistorov und Alina Andeeva sind bereits im Flic-Flac-Zirkus aufgetreten und haben deutlich gezeigt, dass sie optimal in den Rahmen der großen Dinnershow passen.

Addis Brothers

Wenn im Fantissima-Theater der Song „The Race“ ertönt, der aus der Feder des Schweizer Musiker-Duos „Yello“ stammt, horcht der erfahrene Besucher sofort auf, denn dieser Musiktitel untermalt nun schon seit knapp drei Jahren die Auftritte der Addis Brothers. Auch wenn man die beiden schon öfter gesehen hat, kommt man aus dem Staunen einfach nicht mehr heraus. Die beiden Ikarier waren sonst eher am Anfang des abendlichen Programms zu finden. Es war eine sehr gute Entscheidung, sie weiter nach hinten zu setzen, denn die beiden sind so etwas wie der geheime Höhepunkt von Fantissima. Es gibt kaum einen Gast, der die Kunststücke von Legese Aba Dida und Ephrem Fekade Demesa nicht beeindruckend findet. Der Name der von den Addis Brothers praktizierten Akrobatik leitet sich übrigens von der griechischen Sagengestalt Ikarus ab, die mittels künstlicher Schwingen aus ihrer Gefangenschaft zu fliehen versuchte.

Die Addis Brothers sind ein Garant für ein jubelndes Publikum.

 

Eine weibliche Version der Pellegrini Brothers: Trio Sunrise.

 

Trio Sunrise

Die Information, dass die Pellegrini Brothers Fantissima verlassen würden, wurde öffentlich kommuniziert und drang dementsprechend schnell nach außen. Jahrelang hatten die vier Italiener die große Abendshow würdig abgeschlossen. Mit dem Trio Sunrise, das aus Alla Basuik, Sofiia Mezentseva und Oleksandra Gorkovenko besteht, wurde allerdings ein mehr als passender und vor allem würdiger Ersatz gefunden. Auf anspruchsvolle Hand-auf-Hand-Akrobatik muss auch während der aktuellen Spielzeit kein Besucher verzichten.

Melody Makers & JB Dance Company

Das diesjährige Fantissima-Programm wäre nicht komplett, wenn man die Melody Makers und die JB Dance Company vergessen würde. Beide Komponenten gehören seit Jahren zu Fantissima und sind im Laufe des Abends immer wieder zu hören bzw. zu sehen. Die Melody Makers haben den Rhythmus im Blut und dienen längst nicht nur dazu, den Abend musikalisch zu untermalen, denn mittlerweile stehen sie selbst auf der Bühne und sorgen dafür, dass der Livegesang genau ins Schwarze trifft. Die JB Dance Company hingegen vereint nach wie vor tolle Choreographien mit leidenschaftlichen Tänzen: Was unter der Leitung von Tetyana Denysova entsteht, reißt restlos alle Gäste mit und wirkt immer ehrlich – egal, ob die musikalische Untermalung von Little Mix, Destiny’s Child oder Madonna stammt. Sowohl die Melody Makers als auch die JB Dance Company sind ständige Begleiter, die jeden Abend bei Fantissima perfekt abrunden.

Tanz und Choreographie in Perfektion: Die JB Dance Company.

 

Zu jedem Gourmet-Menü gehört ein köstliches Dessert.

 

Das Gourmet-Menü 2015/2016

Ein weiterer ständiger Begleiter ist das Team hinter und neben der Bühne von Fantissima, das eigentlich genauso viel Aufmerksamkeit verdient wie jeder einzelne Künstler. Schließlich sorgt es dafür, dass die Dinnershow ihrem Namen gerecht wird. Die Besucher werden während des gesamten Abends bestens bedient und mit vielen Köstlichkeiten verwöhnt, die sich manchmal vielleicht ein wenig schräg lesen, dafür aber immer sehr gut schmecken.

Vorspeise: Wolfsbarsch im Szechuan Style | Schwarzer Knoblauch und Pak Choi | Riesengarnele in Red Dhofar | Gelbe-Beete-Confit
Suppe: Wasabi-Kartoffelcreme | Erdnussschaumsuppe garniert mit Kimchi-Samosa
Hauptgericht: Iberico-Schwein auf grünem Bohnenragout | Kalbsfilet, Vanillejus und Chorizo-Gratin
Dessert: Pecannuss-Karamell-Schokoladenkuchen | Basilikumeis, Beerenkompott | Honigkresse und Griechischer Joghurt

Eigentlich lässt die aktuelle Fantissima-Spielzeit keinen Platz für Kritik. Wenn man allerdings unbedingt das Haar in der Suppe suchen möchte, dann könnte man anmerken, dass es keine humorvolle Nummer mehr gibt. Bis zur vergangenen Saison war Patrick Lemoine ein Garant für frechen und zugleich charmanten Witz, wodurch der Dinnershow das berühmte Tüpfelchen auf dem i verpasst wurde. So eine Nummer gibt es in der aktuellen Spielzeit nicht. Aber wenn man sich das Gesamtpaket anschaut, fällt dieser Umstand nicht so sehr ins Gewicht, denn der Abend hat nahezu an Perfektion gegrenzt. Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch und legen euch an dieser Stelle unsere Soundtrackliste zur Fantissima-Saison 2015/2016 sowie unsere entsprechende Bildergalerie ans Herz.

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