Zu Besuch bei der Fantissima-Spielzeit 2013/2014

So können sich die Dinge entwickeln: Vor zwei Jahren noch stand ein Abend bei Fantissima lediglich auf unserer viel zu umfangreichen To-do-Liste, und nun haben wir schon die dritte Spielzeit in Folge besucht. Und im Gegensatz zur letzten Fantissima-Saison haben wir dieses Jahr darauf geachtet, einen Termin innerhalb der Offseason zu nehmen. Auf diese Art und Weise wird sich der Auftakt in die nächste Wintersaison für uns diesmal nicht künstlich verkürzen.

Ein schweres Erbe

Die Änderungen im Programm von Fantissima waren uns natürlich schon im Vorfeld bekannt. Deswegen wussten wir auch, dass Buki Domingos das Bild der großen Abendshow nicht länger ausfüllen würde. Mit Anastasija Zmaher stand die Nachfolgerin schon fest. Zugegeben, das Erbe einer Buki Domingos anzutreten gehört bestimmt nicht zu den dankbarsten Aufgaben auf diesem Planeten, aber Anastasija Zmaher hat deutlich unter Beweis gestellt, dass sie mit „Soulman“ James Smith ebenso gut harmoniert wie ihre Vorgängerin. Ob ihre Stimme nun Klassiker, leidenschaftliche Popmusik oder ruhige Balladen zum Besten gibt, scheint keine Rolle zu spielen – der Gesang wirkt immer vollkommen authentisch und zieht das Publikum in seinen Bann. Mit „Diamonds Are Forever“ von Shirley Bassey und „All By Myself“ von Céline Dion eröffnete Anastasija Zmaher den Abend mit zwei absoluten Klassikern der Musikgeschichte, wodurch sie das Publikum im Handumdrehen für sich gewonnen hatte. Aber natürlich war auch auf James Smith wie gewohnt Verlass: Der „Soulman“ füllt jede Rolle optimal aus und versprüht neben Rhythmus und Taktgefühl vor allem jede Menge gute Laune. Fantissima hat ein neues künstlerisches Traumduo!

Anastasija Zmaher und James Smith bilden das neue künstlerische Traumduo bei Fantissima.

 

Die Addis Brothers – wie lange muss man trainieren, um so eine akrobatische Perfektion zu beherrschen?

 

Herausragende Künstler

In der diesjährigen Informationsbroschüre zu Fantissima werden die einzelnen Programmpunkte unter anderem als „atemberaubend“, „leidenschaftlich“ und „gefühlvoll“ bezeichnet. Diese drei Eigenschaften passen wie die berühmte Faust auf das Auge und beschreiben einen Abend bei Fantissima nahezu optimal. Obwohl uns manche Künstler bereits aus vorherigen Spielzeiten bekannt waren, konnten wir uns auch diesmal an ihren Auftritten erfreuen: Hula-Hoop-Artist Igor Boutrine ist immer noch zu schnell für jede Kamera, der Auftritt von Patrick Lemoine ist auch diesmal wieder eine gekonnte Mischung aus Humor und Kunst, die Pellegrini Brothers sind nach wie vor ein würdiges Finale, das JB-Ballett sorgt immer noch für bis ins kleinste Detail überzeugende Tänze und die Melody Makers, die exklusiv für Fantissima zusammengestellt wurden, decken die verschiedenen Musikrichtung nach wie vor bestens ab. Am meisten haben uns allerdings die Addis Brothers überzeugt, die wohl auch den lautesten Applaus des gesamten Abends verzeichnen konnten. Es ist einfach nur erstaunlich, zu welchen akrobatischen Meisterleistungen der menschliche Körper fähig sein kann.

Das Gourmet-Menü 2013/2014

Bei Fantissima wird nicht nur auf, sondern auch hinter bzw. neben der Bühne mit Leidenschaft gearbeitet. Sobald einen der erste Gruß aus der Küche erreicht, kommt man sofort auf den Gedanken, dass auch in der Küche in gewisser Hinsicht Künstler am Werk sind: Das Essen sieht optisch nicht nur ansprechend aus, sondern schmeckt auch dementsprechend. Es ist ein wenig schade, dass das köstliche Essen bei einer Veranstaltung wie Fantissima von den meisten als selbstverständlich angesehen und somit kaum gewürdigt wird. Wir haben die Künstler hinter den Kulissen nicht vergessen und bedanken uns an dieser Stelle für das hochwertige und köstliche Gourmet-Menü.

Vorspeise: Konfierte Ente und grüner Meerrettich | Seeteufel auf Chorizo-Graupen | Tatar von Bison und Mizuna Salat und Paprika-Safran Salsa
Suppe: Limonen-Petersilienwurzelcreme und Perlhuhn mit schwarzer Bohne gratiniert auf Frühlauch, Puy-Linsensuppe mit Ras El Hanout
Hauptgericht: Rinderfilet mit Hibiskus glasiert | Tasmanische Bergpfefferjus | Kürbis, Thaispargel-Serrano-Bündchen und Risotto
Dessert: Buttercrêpes von soufflierter Topfenmousse und Macadamianuss-Nougat | Cheesecake-Passionsfrucht-Cremeeis

Hauptgericht

 

Es ist leicht und schwer zugleich, ein Fazit zu Fantissima zu verfassen. Leicht deshalb, weil die stimmungsvolle Location, die leidenschaftlichen Sänger, die herausragenden Artisten, das köstliche Menü und die freundliche Bedienung eine schlechte Bewertung unmöglich machen. Schwer deshalb, weil die Fantissima-Spielzeiten sich auf einem dermaßen konstanten hohen Niveau abspielen, dass man keinen Favoriten auswählen kann und jeder Superlativ die anderen Saisons automatisch schmälern würde. Vielleicht ist es unser Glück, dass das gar nicht von uns verlangt wird und wir auf mittlerweile drei unvergesslich schöne Abende im Fantissima-Theater zurückblicken können. Der altbekannte Spruch, dass aller guten Dinge drei sind, hat sich voll und ganz bewahrheitet – allerdings sind wir uns sicher, dass noch viele weitere schöne Abende bei Fantissima folgen werden. Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch und legen euch an dieser Stelle unsere Soundtrackliste zur Fantissima-Saison 2013/2014 ans Herz.

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