Zu Besuch bei der Fantissima-Spielzeit 2012/2013

Wenn der Stein erst einmal ins Rollen gekommen ist, kann er nicht mehr so schnell aufgehalten werden. Ein Umstand, über den wir uns im Hinblick auf die neue Fantissima-Saison nicht beschweren möchten. Nachdem wir im Januar das erste Mal überhaupt bei Fantissima gewesen sind, haben wir nun schon unseren zweiten Besuch hinter uns. Es war ein Wiedersehen mit alten Bekannten, aber auch ein persönlicher Willkommensgruß an die neuen Künstler und ihre Nummern.

Selbstverschuldete Eile

An dieser Stelle müssen wir zugeben, dass wir den Termin für unseren zweiten Besuch bei Fantissima ziemlich unglücklich gewählt haben: Der 24. November 2012 stand nicht nur im Zeichen der großen Abendshow, sondern war gleichzeitig auch der Tag, an dem das Phantasialand seine Tore zur mittlerweile elften Wintersaison geöffnet hat. Und da Fantissima seine Besucher bereits ab 18:30 Uhr begrüßt und der Park erst um 20:00 Uhr schließt, mussten wir im Hinblick auf die neue Wintersaison leider ein paar Abstriche machen. Eile war ebenfalls angesagt, denn der feine Zwirn des Abends hätte bei der regulären Parköffnung ein wenig albern ausgesehen. Ein selbstverschuldeter Fehler, den wir in der nächsten Spielzeit bestimmt nicht noch einmal machen werden.

Erst die Wintersaison, dann Fantissima – unser Tag war vollkommen ausgebucht.

 

Auf dieser Bühne sollten sich einmal mehr unvergessliche Stunden abspielen.

 

Sharyn Monni

Einen Programmpunkt haben wir sowohl in der vergangenen als auch in der aktuellen Fantissima-Spielzeit verpasst: Sharyn Monni, die nicht nur eine begabte Tänzerin, sondern auch eine erstklassige Artistin ist. Im normalen Parkbetrieb war sie bis zum letzten Saisontag in der Wintergarten-Show „VII – Die Suche nach der wahren Magie“ als Tänzerin zu sehen; ferner war sie während der Asia Nights in gleicher Funktion tätig. Bei Fantissima ist ihr Engagement allerdings zeitlich begrenzt: In der abgelaufenen Spielzeit war sie vom 30. September bis zum 03. November 2011 Bestandteil der großen Abendshow, in der aktuellen Spielzeit sogar nur vom 24. September bis zum 08. Oktober 2012. Obwohl es natürlich sehr schade ist, dass wir Sharyn Monni und ihre Kunststücke verpasst haben, kann man ihr zu ihrem vollen Terminkalender nur gratulieren.

Alte Bekannte und neue Gesichter

Doch auch ohne diesen fehlenden Programmpunkt war bestens für niveauvolle Unterhaltung gesorgt: James Smith und Buki Domingos zogen das Publikum auch diesmal mit ihrem Livegesang in den Bann und stellten einmal mehr unter Beweis, dass die beiden ein gesangliches Traumduo bilden. Mit Les Sandros (Balancegefühl vom allerfeinsten), der Armbrustschützin Silvia Silvia (Wilhelm Tell kann einpacken), den Pellegrini Brothers (2008 mit dem „Goldenen Clown“ ausgezeichnet) und Patrick Lemoine (gekonnte Jonglage und frecher Humor) trafen wir alte Bekannte, an deren Nummern wir uns auch diesmal erfreuen konnten. Abgerundet wurden diese Auftritte einmal mehr von den perfekt einstudierten Tänzen des JB-Balletts und dem unverwechselbaren Taktgefühl der Melody Makers.
Doch auch die neuen Gesichter konnten uns voll und ganz überzeugen. Da wäre zum Beispiel Sergiy Baryshnikov zu nennen, für den die aktuelle Fantissima-Saison das persönliche Debüt auf einer deutschen Show-Bühne darstellt und der artistische Höchstleistungen an der frei drehenden Stange vollbringt. Und auch Neuling Igor Boutrine versteht sein Werk bestens: Der junge Russe, der als „James Bond der Hula-Hoop-Artisten“ bezeichnet wird, hat im Alter von neun Jahren mit dem Training angefangen und ist mittlerweile dermaßen gut, dass keine Kamera der Welt mit seinen schnellen Bewegungen hätte mithalten können. Insgesamt kann man sagen, dass das Fantissima-Programm optimal ergänzt wurde und auch 2012/2013 wieder ein Garant für Applaus sein wird.

Les Sandros: Die personifizierte Balance.

 

Beim Anblick dieses Desserts dürfte allen Schleckermäulchen dieser Welt das Wasser im Mund zusammenlaufen.

 

Das Gourmet-Menü 2012/2013

Wir haben der hervorragenden Küche bereits in unserem Bericht zur letzten Spielzeit einen eigenen Abschnitt gewidmet, und das werden wir nun wieder tun. Es ist ein wenig schade, dass die Arbeit der Köche aufgrund der Artisten immer ein wenig in den Hintergrund gerät. Wenn das Essen nicht schmeckt, folgen meist einige Beschwerden, aber wenn es schmeckt, bedankt sich so gut wie niemand, weil dieser Umstand als selbstverständlich angesehen wird. Wir finden, dass sich das Gourmet-Menü im Vergleich zur abgelaufenen Spielzeit sogar noch ein wenig verbessert hat. Wir haben die Künstler hinter den Kulissen nicht vergessen und bedanken uns an dieser Stelle für das hochwertige und köstliche Essen.

Vorspeise: Stubenkükenbrust auf Karotten-Kartoffelsalat | Apfel-Limonen-Sorbet | Adlerfisch gebraten mit Knoblauch-Ingwersoße
Suppe: Cappuccino von Shiitake-Pilzcreme und Zitronen-Kokosschaum mit Ravioli
Hauptgericht: Flank Steak mit Sellerie-Kartoffelpüree | chinesischer Broccoli | Kalbsbäckchen mit Zimt und Anis geschmort | Rote Beete
Dessert: karamellisierte Orange | Sauerrahm-Eis und Praline | Buttercrêpes mit Macadamia-Nougat

Im Fußball gibt es den altbekannten Spruch, dass das zweite Jahr gleichzeitig auch immer das schwerste sein soll. Wenn man diese ungeschriebene Regel auf unsere Fantissima-Erfahrungen überträgt, kann man nur sagen, dass das zweite Jahr die hohe Qualität der großen Abendshow nicht nur voll und ganz bestätigt, sondern noch einmal dick unterstrichen hat. Die neuen Künstler haben sich sehr gut in den Rhythmus von Fantissima eingefügt, während die alten dort weitermachen, wo sie am Ende der letzten Spielzeit aufgehört haben. Es ist vollkommen egal, ob die Akteure auf, neben oder hinter der Bühne zu finden sind – man merkt jedem Einzelnen an, dass er mit Leidenschaft bei der Sache ist und alles dafür tut, den Besuchern einen unvergesslichen Abend zu bescheren. Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch und legen euch an dieser Stelle unsere Soundtrackliste zur Fantissima-Saison 2012/2013 ans Herz.

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