Bei der Silbermine handelte es sich um eine Themenfahrt, die 1984 eröffnet wurde.

Daten

Hersteller
Schwarzkopf (Fahrsystem) / Hofmann (Thematisierung)
Typ
Themenfahrt
Eröffnung
1984
Schließung
2014

Infos

Die Silbermine war bereits beim Bau der Westernstadt Silver City eingeplant worden und wurde dementsprechend thematisiert. Das Fundament wurde schon sechs Jahre vor der Eröffnung gelegt, allerdings gab man der Fertigstellung von China Town den Vorzug. Anschließend fuhr man mit dem Bau der Silbermine fort. Die äußere Gestaltung wurde kurz nach China Town fertig, während der Innenausbau erst 1983 angegangen werden konnte. In diesem Jahr wurde der Zeittunnel eröffnet, der sich im gleichen Gebäude befand wie die Silbermine.

Am Bau der Silbermine waren zwei verschiedene Firmen beteiligt. Die Firma Schwarzkopf rüstete sie mit einem Endlosfahrsystem aus, während Hofmann Thematisierung und Ausstattung übernahm.

Der Wartebereich der Silbermine führte die Besucher am Gebäude entlang zur Station. Zunächst wurde man durch eine Treppe nach oben geführt. Dort konnte man einen letzten Blick auf die Westernstadt werfen, bevor eine abwärts führende Treppe die Besucher zur Station brachte. Bis auf eine dem Thema entsprechende Enge und ein paar Lampen wurden allerdings keine weiteren thematischen Elemente in den Wartebereich integriert. Überhaupt besaß die Außenfassade der Silbermine nur sehr wenige Dekorationselemente.

An der Station angekommen, konnte der Fahrgast entweder in einer Lokomotive oder einem normalen Wagen Platz nehmen. Insgesamt existierten zehn Züge, die eine stündliche Kapazität von 3.700 Personen aufweisen konnten. Die einzelne Sitzreihe in der Lokomotive war hierbei vor allem bei den Kindern begehrt und beliebt, da man die dort befindliche Glocke bedienen konnte. Die übrigen Wagen hatten allesamt zwei Sitzreihen. Getrennt wurden die einzelnen Züge von leeren Loren, die im Falle eines Brandes als zusätzliche Notmaßnahme fungieren sollten.

Die Szenen in der Silbermine wurden nicht durchgehend strikt voneinander getrennt, womit sie ein wenig im Gegensatz zu den anderen großen Themenfahrten des Parks steht. Die Abfolge der Silbermine kann in drei verschiedene Bereiche unterteilt werden: Eine Mine, eine mexikanische Hacienda und einen Krieg zwischen Soldaten und Banditen. Insgesamt konnte der Besucher in dieser knapp zehnminütigen Fahrt rund 120 Animatronics betrachten.

Zu den Tönen von Ennios Morricones „La Resa dei Conti“ fuhr der Zug zunächst in eine dunkle Mine, in der sich mehrere Bergarbeiter befanden. Während die einen nach Schätzen suchten, saßen andere in einer Runde zusammen und spielten Karten. Anschließend wurden die Fahrgäste in eine Rolle manövriert, die aufgrund der speziellen Lage der Schienen den Anschein erweckte, dass sie die Besucher tatsächlich umdrehen würde. In der darauffolgenden Kurve wurden die Felsen durch spezielle Lichteffekte als Edelmetalle dargestellt. Danach folgte eine Auffahrt, die als Stollen verkleidet wurde. Dieser Stollen brach in regelmäßigen Abständen ein, was durch passende Soundeffekte verdeutlicht wurde. Nachdem der Fahrgast an ein paar grünen und gelben Lämpchen vorbeigefahren war, die Edelsteine darstellen sollten, und einen weiteren Bergarbeiter beim Transport seiner Erzeugnisse beobachtet hatte, trat der Zug in die mexikanische Hacienda.

Hier wurde keine strikte Unterteilung in voneinander abgetrennten Szenen vorgenommen. Hier gab es unter anderem einen Kampf zwischen Hähnen, ein Toro mit einem Schwein, einen Western Saloon mit mehreren Gästen, betrunkene Mexikaner, eine Musikgruppe, einen Hirten mit seinem Esel und einen Stier zu sehen. Die Animatronics agierten dabei meist unabhängig voneinander, wodurch der Fokus auf das Gesamtgeschehen gelegt wurde.

Eine Linkskurve führte die Fahrgäste auf die andere Seite der Hacienda. Als erstes fiel dem Besucher ein Friedhof mit einer angrenzenden Kapelle auf, deren Glocke geläutet wurde. Auf der anderen Seite wurde der Fahrgast schließlich Zeuge eines großen Hausbrandes, der von Plünderern ausgenutzt wurde. Da ein mit Halstuch bekleideter Esel auf dem Wasserschlauch saß, war es der Feuerwehr nicht möglich, den Brand zu löschen. Darüber hinaus wurden die Soldaten von einem Banditen eingesperrt. Ansonsten waren hier noch ein Überfall auf eine Kutsche sowie ein Händler zu sehen, der den Fahrgästen seine Waren vorstellte. In einer Hand hielt er einen Hahn, der in regelmäßigen Abständen krähte, dass der Verkäufer ihn doch bitte wieder absetzen solle.

Eine parallel zur Auffahrt verlaufende Abfahrt, die den Fahrgast weitere Einblicke in den Großbrand erlaubte, führte die Züge schließlich wieder auf die anfängliche Höhe. Bevor der Besucher die Station erreichte, konnte er den Krieg zwischen den Banditen und den Soldaten betrachten. Diese Szene war die bis dato größte und aufwändigste Szene aller Themenfahrten aus dem Phantasialand. Neben passenden Soundeffekten wurden hier auch Duftstoffe eingesetzt. Im Anschluss an diese große Szene fuhren die Fahrgäste wieder zurück zur Station.

Während ihrer 30jährigen Existenz wurde die Silbermine sowohl von innen als auch von außen verändert. So wurden nach dem Großbrand vom 1. Mai 2001 beispielsweise sehr viele Materialien aus dem Gebäude entfernt, die nicht feuerfest waren. Dadurch wurden allerdings auch einige Effekte beeinträchtigt. Hiervon waren besonders die Rolle, der Stollen und der Sternenhimmel über der mexikanischen Hacienda betroffen. Auch die Zusammensetzung der Züge änderte sich durch diese Maßnahmen. Die leeren Loren schlossen die einzelnen Züge nun nicht mehr ab, sondern unterbrachen ihn an manchen Stellen. Die räumlichen Intervalle wurden kürzer, die Anzahl der hintereinander angebrachten Loren geringer.

Äußerlich wurde die Silbermine nur in der langen Offseason 2012 groß verändert. Als Folge der Bauarbeiten an Chiapas wurde der Eingang damals auf die höchste Stufe des Wartebereiches gelegt. Nach der Wintersaison 2013/2014 wurde die Silbermine schließlich abgerissen, um Platz für Klugheim zu machen.

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Die Silbermine sollte zuerst „Goldmine“ heißen.