Bei der Gondelbahn 1001 Nacht handelte es sich um eine Themenfahrt von Schwarzkopf, die 1970 eröffnet wurde.

Daten

Hersteller
Schwarzkopf
Typ
Themenfahrt
Eröffnung
1970
Schließung
2009

Infos

Die Gondelbahn 1001 Nacht war eine Art Bindeglied zwischen dem Märchenwald und dem ersten richtigen Themenbereich, dem Orient. Drei Jahre nach ihrer Eröffnung wurde ergänzend zum Thema das Café Oriental eröffnet. Passende Gebäude und Strukturen am Wartebereich der Gondelbahn verstärkten diesen Charakter. Ansonsten war der Wartebereich in Abstrichen als Höhle gestaltet. Auffällig war hierbei vor allem der als Totenkopf geformte Felsen, der Wasser spie und Mitte der 1990er-Jahre überarbeitet wurde.

Von der Station aus wurden die Gondeln auf eine bestimmte Höhe gebracht, in der sie dann anschließend fast die komplette Fahrt verbrachten. Die Strecke der Gondelbahn 1001 Nacht gliederte sich dabei in einen äußeren und einen inneren Abschnitt. Die äußere Strecke verlief über der Bottichfahrt bzw. später über dem Walzertraum und musste zwischenzeitlich neu verlegt oder angepasst werden. So wurde zum Beispiel die weite Anfangskurve, die bis auf die gegenüberliegende Wiese reichte, zur Saison 2001 entfernt, sodass die Gondeln die Besucherwege nicht mehr kreuzten.

Durch ein großes Drachenmaul gelangten die Fahrgäste schließlich in den inneren Streckenabschnitt, in dem, wie der Name der Attraktion bereits verrät, Geschichten aus 1001 Nacht erzählt wurden. Hier zählten unter anderem Märchen wie „Sindbad“, „Sherazade“ oder „Ali Baba und die 40 Räuber“. Die rund fünf Minuten lange Fahrt führte hierbei an sehr vielen verschiedenen Animatronics und Figuren vorbei. So waren hier beispielsweise der Sagenvogel Rok, eine Buddha-Statue, viele Kamele, ein Zyklop oder ein Drache zu sehen. Vor und nach den einzelnen Szenen fuhren die Gondeln durch eine Tropfsteinhöhle. Nach dem Großbrand vom 1. Mai 2001 wurden große Teile der nicht feuerfesten Verkleidung abgerissen.

Ab 1982 wurde der innere Streckenabschnitt durch passende Musiktitel aus dem Film „Der Herr der Karawane“ untermalt. Obwohl dieser Film bisher noch nie im deutschen Fernsehen zu sehen gewesen ist, ist die Musik von Mike Batt mittlerweile allseits bekannt. In der Regel war dort der Musiktitel „Caravans on the Move“ zu hören, allerdings griff man Mitte der 1990er-Jahre kurzzeitig auf die Lieder „Main Title“ und „Caravans Theme“ zurück.

In den Anfangsjahren waren die Gondeln noch einzeln unterwegs, allerdings entschloss man sich aufgrund der niedrigen Kapazität dazu, jeweils drei Gondeln gleichzeitig abzufertigen. Insgesamt existierten 17 Züge mit jeweils drei Gondeln, die maximal zwei Personen fassen konnten. Die stündliche Kapazität lag also bei rund 1.000 Personen. Die Gondeln hatten entweder eine Rückbank aus gelbem Plastik oder zwei Sitze aus braunem Polster. Ferner waren ihre Schirme durch orientalische Malereien verziert. Aufgrund der freien Aufhängung am Getriebe kam es in den Kurven dazu, dass die Gondeln leicht ausschwangen.

Als das Phantasialand gerade neu war, existierte noch kein Pauschalpreis für das Gesamtangebot, sodass jede Attraktion einen Preis pro Nutzung verlangte. Das galt auch für die Gondelbahn 1001 Nacht. Der Pauschalpreis wurde erst später eingeführt und sowohl auf neue als auch auf bereits bestehende Fahrgeschäfte ausgedehnt.

Die Gondelbahn 1001 Nacht wurde Ende der Sommersaison 2009 zusammen mit dem Walzertraum abgerissen, um Raum für die Neustrukturierung des Themenbereichs Berlin zu schaffen. Ihren Platz nehmen mittlerweile die Eventlocation QUANTUM sowie ein Teil des Kaiserplatzes ein.

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Die Gondelbahn 1001 Nacht wurde 1970 erbaut und war damit nicht nur die erste stationäre Themenfahrt des Phantasialandes, sondern auch innerhalb Deutschlands.