Bei der Geister Rikscha handelt es sich um eine Themenfahrt, die am 5. Juni 1981 eröffnet wurde.

Technische Daten

Hersteller

Schwarzkopf (Fahrsystem)
Heimo (Thematisierung)

Typ

Themenfahrt

Eröffnung

5. Juni 1981

Fahrzeit

ca. 8 Minuten

Länge

250 Meter

Züge

100 Rikschen á 3 Personen (mit Ausnahmen)

 Eigenschaften

Schnell

0%

Hoch

0%

Familiengerecht

80%

Nass

0%

Dunkel

100%

Laut

50%

Über die Geister Rikscha

Bau

Eingang

An der Geister Rikscha waren zwei verschiedene Firmen beteiligt. Die Firma Schwarzkopf rüstete sie mit einem Endlosfahrsystem aus, infolgedessen insgesamt 100 Gondeln als Rikscha verkleidet wurden. Im Allgemeinen fasst eine Rikscha drei Personen, wobei es hier auch ein paar Ausnahmen gibt. Die Geister Rikscha stellt die einzige Anlage dieser Art dar, die jemals von der Firma Schwarzkopf hergestellt wurde. Ausgestattet und thematisiert wurde die Geister Rikscha von Heimo. Obwohl der Name dieser Themenfahrt mit einer Geisterbahn assoziiert werden kann, ist die Geister Rikscha entgegen vieler Behauptungen eine Themenfahrt, die Teile der Chinesischen Mythologie präsentiert.

Fahrt

Szene 10

Sitzt der Fahrgast in der Gondel, fährt er zunächst unter die Erde. Ab hier beginnt also schon der unterirdische Teil der Geister Rikscha. Bis 1997 wurden sowohl die Abfahrt als auch die Auffahrt von einem Geist begleitet, der an der Decke hing und anscheinend gefoltert wurde. Hierbei lief das Lied „Without a Song“ von „The Chinese Classical Orchestra“ im Hintergrund.

Die 250 Meter lange Strecke wird in acht Minuten absolviert. In dieser Zeit fährt der Besucher an insgesamt zwölf Szenen vorbei. Die Rikscha dreht sich dabei immer in Richtung der Szene.

1.) Die erste Szene zeigt einen bärtigen Riesen, der einen Totenschädel in seiner Hand hält. Außerdem sind drei weitere chinesische Figuren zu sehen, die um den Riesen herum stehen. Im Hintergrund sieht man eine Art Gefängnis, die weitere Figuren beherbergt.

2.) In der zweiten Szene ist eine kleine Berglandschaft zu sehen, die von weiteren Animatronics verziert ist. Zunächst fallen einem hier zwei Figuren mit Totenschädel ins Auge, welche eine kleine Bemerkung über die Fahrgäste machen. Im weiteren Verlauf der Szene sieht man Geister, Gnome, Dämonen und Monster aus vielen verschiedenen Löchern und Ecken der Szene kommen und wieder verschwinden.

3.) Die dritte Szene besteht aus einem Drachen, der gegen einen Krieger kämpft, und einer entsprechend düsteren Umgebung. Bis Mitte 2011 stand der Drache noch aufrecht, mittlerweile liegt er auf dem Boden. Die Szene erweckt den Anschein, dass der Drache vom Krieger getötet wird. Dabei sind passende Seufzer des Drachen zu vernehmen. Außerdem färben sich seine Augen in gewissen Zeitabständen.

4.) Die vierte Szene stellt einen Friedhof dar. Dementsprechend groß ist hier die Anzahl der Figuren und Dekorationselemente. Es gibt verschiedene Skelette, einige Spinnen, eine Mischung aus Echse und Drache, wackelnde Grabsteine und eine passende Sounduntermalung.

5.) In der fünften Szene ist ein Baum mit Gesicht zu sehen, der sich in einer Moorlandschaft befindet. Begleitet wird dieser von drei Köpfen, die durch eine Projektion in gespenstische Gesichter umgewandelt werden. Dabei singen sie ein Lied in chinesischer Sprache.

6.) Die sechste Szene zeigt ein paar kleine Drachen, die mit Schwertern gegeneinander kämpfen. Bis Mitte 2011 hatten die Figuren allerdings noch keine Drachenmasken auf und waren erkennbar als vier Krokodile. Diese Animatronics stammen übrigens aus dem Tanakra Theater und wurden erst 1998 in die Geister Rikscha integriert. Bis 1997 war an dieser Stelle ein Krake zu sehen, der von Geräuschen aus der Tiefsee begleitet wurde und dessen Augen sich rot färbten, sobald er die Zunge herausgestreckt hatte.

7.) In der siebten Szene wird der Fahrgast Zeuge, wie chinesische Geister und Skelette ein Schiff durch ein Unwetter manövrieren müssen. Dabei erscheint in gewissen Zeitabständen eine dunkle Stimme aus dem Off, die der Schiffsbesatzung die Frage stellt, was sie machen und wo sie hin wollen. Untermalt wird das dargestellte Unwetter durch blaue Blitze, einen Donnersound und echtes Wasser inklusive Wasserfall.

8.) Die achte Szene zeigt verschiedene chinesische Figuren, die einen Schatz bergen, der ausgebreitet auf dem mit Skeletten verzierten Boden liegt. Über der Szene schwebt ein Geist, dessen Augen in jeder Runde gelb aufleuchten. Dieser Geist hält einen Stab in der Hand, aus dem in der Vergangenheit Wasserdampf gestoßen wurde. Dieser Effekt ist mittlerweile nicht mehr vorhanden. Das Lied „Torture Chamber“ von Unippm begleitet diese Szene. In der Vergangenheit lief hier ein Soundtrack aus dem Film „Harry Potter und der Stein der Weisen“.

Einst war die achte Szene die bekannteste Szene der Geister Rikscha. Sie wird oft als Namensgeber dieser Themenfahrt angesehen. Bis Ende 2001 war hier ein Mann in einer großen Rikscha zu sehen, der durch eine dunkle Landschaft fuhr und sich dabei von einer Figur ziehen ließ. Dabei war in kurzen Zeitabständen der Ruf „He, heho!“ zu hören, der bis heute noch als Kult gilt. Es heißt, dass diese Szene angeblich wegen sexistischer Umstände entfernt wurde. Die Figur, welche die Rikscha zog, wurde nämlich als Frau angesehen. Als Hintergrundmusik in dieser Szene wurde das Lied „Bow Dance“ von „The Chinese Classical Orchestra“ benutzt.

9.) In der neunten Szene fahren die Fahrgäste wieder zurück auf das normale Erdniveau. Währenddessen kann man auf der linken Seite eine große Figur mit vier Händen sehen. In zwei Händen sieht man jeweils eine Maske, von denen eine zu lachen und eine zu weinen scheint. Mit den anderen beiden Händen hantiert die große Figur an einer Kristallkugel. Die Umgebung sieht aus wie eine Mischung aus einem zerstörten Tempel und einem Urwald. Außerdem sind dort weitere Figuren zu erkennen.

10.) Die zehnte Szene zeigt einen kaiserlichen Palast, in dem verschiedene Figuren dabei zu sehen sind, wie sie auf Instrumenten spielen. Dabei ertönt entsprechend feierliche Musik. Außerdem wurden viele Geister in diese Szene integriert, von denen einige als Projektion zum Vorschein gebracht werden.

11.) Die elfte Szene besteht aus drei Geistern, die im Fachkreis auch als „Anhalter“ bezeichnet werden. Das kommt daher, dass sie die typische Geste eines Anhalters nachahmen. Sie fordern die Fahrgäste sozusagen auf, sie mit ihrer Rikscha mitzunehmen. Die darauf folgenden Fenster zeigen, dass dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt war. Dadurch, dass die Geister hinter diesen Fenstern parallel und synchron zur Gondel mitfahren, entsteht der Eindruck, dass das jeweilige Gespenst tatsächlich ein zusätzlicher Fahrgast wäre.

12.) Die Schlussszene besteht aus einem Riesen, der einen Morgenstern in seiner rechten und eine Figur in seiner linken Hand hält. Um den Riesen herum stehen weitere Figuren, die mit Seilen versuchen, ihn zu Fall zu bringen. Dieser Kampf wird mit entsprechenden Sounds untermalt. Als Hintergrundmusik in den letzten beiden Szenen wurde das Lied „Han Palace by Autumn Moonlight“ von „The Chinese Classical Orchestra“ benutzt.

Nach einer letzten Rechtskurve ist die Fahrt beendet. Eine Stimme fordert die Fahrgäste zum Aussteigen auf, wobei darauf hingewiesen wird, dass die Rikscha nicht anhält. Diese Durchsage wird sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache abgespielt.

Wartebereich

Wartebereich

Der Eingang der Geister Rikscha wurde im Stil der Chinesischen Mauer gebaut. Außerdem fällt den Besuchern eine große Buddha-Statue ins Auge, die in einer Nische mit grauen Kunstfelsen sitzt. Der Wartebereich der Geister Rikscha kann in zwei Teile gegliedert werden: Der erste Teil ist relativ eng und dunkel. Hier läuft der Besucher zuerst an chinesischen Dekorationselementen vorbei, bevor er die Möglichkeit bekommt, einer Art Pre-Show beizuwohnen. Zuerst erscheinen zwei lachende Gesichter, die einem eine Geschichte erzählen, die aufgrund der verzerrten Stimmen allerdings nicht gut zu verstehen ist. Sobald die Gesichter verschwunden sind, trägt eine tiefe Stimme ein kurzes und düsteres Gedicht vor, das mit Blitzen und Donnergeräuschen abgeschlossen wird. Der zweite Teil des Wartebereichs ist eine Mischung aus Wald und Burg und befindet sich direkt an der Station. Untermalt wird dieser Teil mit chinesischer Musik und Tiergeräuschen.

Von 1981 bis 1997 war der Wartebereich noch eine einfache Wegführung aus Holz und ohne jegliche Thematisierung. Stattdessen waren hier mehrere TV-Bildschirme zu sehen, die den Besucher über das aktuelle Parkgeschehen informiert haben.

Besuchermeinungen

"Eine schöne Fahrt in die Welt der chinesischen Mythologie."

− Team PHL-Infos.de

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Weitere Informationen

Beschränkungen:
Größenbeschränkungen:
unter 1,30 m = Mitfahrt nur in Begleitung eines Erwachsenen erlaubt / ab 1,30 m = Mitfahrt ohne Begleitung eines Erwachsenen erlaubt
Altersbeschränkungen: keine

Hinweise:
Hier können sich kleine Kinder ängstigen!

Bilder

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Die Geister Rikscha gilt als die längste unterirdische Themenfahrt Europas.